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Gemeinde Karlskron  |  E-Mail: gemeinde@karlskron.de  |  Online: http://www.karlskron.de

Erziehungsziele

Sprache
Die Sprachkompetenz ist die wichtigste und wesentliche Grundvoraussetzung für die zwischenmenschliche Kommunikation. Sie ist Schlüssel für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben und die Basis für den schulischen und beruflichen Erfolg.
Eine positive Sprachentwicklung kann sich nur in der Interaktion entfalten. Das heißt das Kind erwirbt Sprache nicht nur beim Zuhören, sondern besonders beim aktiven Sprechen.
Das funktioniert am besten durch Dialog und persönliche Beziehung, durch Motivation und Freude am Erzählen.
Unser Ziel ist, dass die Kinder eine gut verständliche Umgangssprache erwerben, über einen ausreichenden Wortschatz verfügen und diesen auch anwenden können. Wir schaffen für die Kinder eine „sprachanregende Atmosphäre“, in dem wir aktiv zuhören und sie zum Gespräch einladen. Als gutes Hilfsmittel dient uns das „Wuppi -Programm“, das wir zur phonetischen Bewusstheits-Förderung bei unserer Arbeit einsetzten.
Von großer Bedeutung ist auch die Vorbildfunktion im Sprachverhalten von Eltern und wichtigen Bezugspersonen.

Praxisbeispiele: Erzählkreis vom Wochenende, Wertschätzung der Sprache (andere aussprechen lassen, Unterhaltung nicht grundlos unterbrechen), aktives Zuhören, Reime und Gedichte, Bilderbuchbetrachtung, Vorlesen, gemeinsames Nacherzählen oder Nachspielen von Geschichten, Fingerspiele.
                    
 

Lebenspraktischer Bereich
Der lebenspraktische Bereich umfasst Materialien und Tätigkeiten mit denen das Kind täglich zu tun hat. Es geht darum, den Umgang mit diesen Dingen und die damit verbundenen Anforderungen im Alltag eigenständig meistern zu können. Jedes Kind braucht und sucht Herausforderungen, die seinem Leistungsniveau entsprechen oder knapp darüber liegen.
So stellen sich Erfolgserlebnisse ein, die zu einem guten Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl führen.
Deshalb wollen wir in unserem Haus den Kindern altersentsprechend viele Handlungsfreiräume einrichten, in denen sie selbst ausprobieren und Aufgaben eigenständig übernehmen dürfen. Auch wenn manchmal nicht alles auf Anhieb klappt, mit Lob, Geduld und Ausdauer steigern die Kinder ihr Können und trauen sich auch schwierigere Dinge zu. Das Zitat von Maria Montessori „Hilf es mir selbst zu tun denn: Sage es mir und ich vergesse, zeige es mir und ich erinnere mich, lass es mich selbst tun und ich behalte es“ passt hier sehr gut zu uns.

Praxisbeispiele: Eigenen Garderobenplatz in Ordnung halten, Kochen oder Backen in der Kleingruppe (Umgang mit Küchengeräten), Tisch decken, Umziehen beim Turnen, Patenschaft für jüngeres Kind, Übernahme eines Gruppendienstes

 

 

Mathematische Bildung
Mathematisches Denken ist Basis für lebenslanges Lernen und das Zurechtkommen im Alltag. Die Welt ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Das mathematische Talent lässt sich dann am besten entfalten, wenn Kinder frühzeitig Gelegenheit erhalten, mathematische Lernerfahrungen zu sammeln.
Dies verwirklichen wir in unserer Einrichtung durch dem Umgang mit Formen, Mengen, Zahlen sowie mit Raum und Zeit. Das Konzept von „Komm mit ins Zahlenland“, Experimente und mathematische Materialien unterstützen uns dabei.

Praxisbeispiele: Würfel- und Zählspiele, Abmessen/Wiegen der Zutaten beim Backen, Zählen der anwesenden Kinder, Datum erfassen, Muster nachlegen, Naturmaterialen sortieren oder stapeln zum Erkennen von Mengen (mehr, weniger oder größer, kleiner), Erfühlen von Formen.  


Gesundheitserziehung:
Gesundheit ist ein Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Daher umfasst die Gesundheitserziehung sehr viele Bereiche.
Dazu gehören die Ernährung, die Bewegung, die Körperpflege und Hygiene, die Selbstwahrnehmung, Sicherheit und Schutz und schließlich das Körper- und Gesundheits-bewusstsein.
Die Gesundheitserziehung bei uns im Kindergarten, lässt sich nicht nur auf bestimmte Aktivitäten beschränken, sondern ist meist im gewöhnlichen Tagesablauf integriert. Hier vermitteln wir den Kindern wichtige Regeln zur Hygiene und zur Unfallvermeidung.
Beim Thema Ernährung ist uns wichtig, dass die Kinder gesunde und ungesunde Lebensmittel unterscheiden können und schließlich erkennen, was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört. Daran knüpfen wir meist den Bereich Zahngesundheit mit an.
Die Kinder sollen mit der Zeit auch ein Grundverständnis für einfache körperliche Zusammenhänge (z.B. Ohr und Hören, Anspannung und Entspannung) entwickeln und Selbstverantwortung für den eigenen Körper übernehmen. Passendes Anschauungsmaterial sowie Körperwahrnehmungs-, Sinnes- und Entspannungsübungen helfen uns hier.
Im Gruppengeschehen liegt unser Augenmerk auch auf einem respektvollen Umgang miteinander, wobei wir mit den Kindern bestimmte Verhaltensregeln erarbeiten. Dazu gehört auch, dass die Kinder ihre Gefühle (Angst, Freude, Ärger, Wut, Glück) ausdrücken können und dürfen. Allerdings immer mit dem Bewusstsein, andere nicht verbal oder körperlich zu verletzen, dafür aber ernst genommen zu werden.

Praxisbeispiele:
Hygiene:
vor/nach dem Essen und nach dem Toilettengang Händewaschen, in die Armbeuge Husten/Niesen, Taschentuch nur einmal verwenden
Unfallvermeidung: Immer Hausschuhe tragen, Karussell nur im Sitzen benutzen, Gartenpass
Ernährung: Besondere Brotzeit,magischer Vitaminteller, gemeinsames Kochen (z.B. Gemüsesuppe)
Körper- und Gesundheitsbewusstsein: Besuch der Zahnarzthelferinnen, Bilderbücher zum Thema, Traumgeschichten, Igelballmassage, Barfußpfad, Einführung der Lärmampel

 

Bewegungserziehung
Bewegung zählt zu den grundlegenden Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern und ist für ihre Gesamtentwicklung entscheidend. Körperliche Aktivität ist für die physische und psychische Gesundheit, also für das gesamt kindliche Wohlbefinden, unerlässlich.
Die Bewegungserziehung zielt vor allem auf die Motorik, die Selbst- und Körper-wahrnehmung, kognitive Verknüpfungen, Motivation und soziale Beziehungen ab.
Neben dem Wahrnehmungs- und Gleichgewichtssinn werden fast alle Sinne angesprochen.  
Durch Bewegungserziehung erlangt das Kind zunehmend Sicherheit in seiner Körper-beherrschung und lernt sein motorisches Können selbst einzuschätzen.
Bei uns im Kindergarten kommen wir dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder nach, indem wir so oft wie möglich in den Garten gehen und Bewegung, Rhythmik oder Tanz täglich in den Kindergartenalltag mit einfließen lassen. Einmal in der Woche findet eine gezielte Turnstunde mit unterschiedlichem Inhalt und Zielen statt. Dabei greifen wir Elemente wie Ausdauer, Gymnastik, Koordination, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Teamgeist, Orientierung auf.

Praxisbeispiele: Sing- und Bewegungsspiele im Stuhlkreis, Spaziergänge, Fußballspielen, Turnen an und mit Geräten, Bewegungsparcours, Gemeinschafts- und Wettspiele, Turnen mit Musik.

 

 
Natur-und Umwelt
Dieser Erziehungsbereich begünstigt die Entwicklung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt und mit deren Lebewesen und Ressourcen.
Kinder haben ein großes Interesse und eine natürliche Neugier an ihrer Umgebung.
Durch das Beobachten und Erleben von Naturvorgängen werden dem Kind Naturgesetze bewusst. Es erkennt, dass Mensch und Umwelt aufeinander angewiesen sind.
Deshalb unternehmen wir mit den Kindern regelmäßige Aufenthalte in der Natur. Dabei legen wir gemeinsam Regeln für ein umweltbewusstes und achtsames Verhalten fest.

Praxisbeispiele: Mülltrennung, Müllvermeidung, Gartenzeit, Spaziergänge, Sammeln von Naturmaterialien, Basteln und Gestalten mit Dingen aus der Natur, keine Material- bzw. Wasserverschwendung, Experimente mit und in der Natur.           
 

 Kreativität
Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue, auch unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Die Kreativität von Kindern stärken heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen. Durch vielseitige Anreize kann das Kind seine Fantasie in verschiedenen Bereichen aktiv einsetzten.
Hierzu bieten wir den Kindern Möglichkeiten zum Erzählen Malen, Gestalten, Theaterspielen und den Umgang mit verschiedensten Farben, Materialien und Werkzeugen.

Praxisbeispiele: Malen zu Bilderbüchern oder Erlebnissen, Freies Malen, Arbeiten an der
                           Werkbank, Rollenspiele zu Geschichten, Arbeiten mit Knete.

 

 

 

MUSIK
Musikalische Bildung prägt nachhaltig. Sie fördert die Entwicklung und Leistungsfähigkeit des kindlichen Gehirns. Rhythmik und Musik schaffen eine Verbindung zwischen Körper Geist und Seele. Die Kinder erfahren Musik als Quelle von Freude und Entspannung sowie als Anregung zum eigenen Singen, Musizieren und Bewegen.
Im Kindergarten erzielen wir musikalische Bildung durch, gemeinsames Singen, Klanggeschichten, Tanzen, Rhythmisches Sprechen und Ausprobieren verschiedener Instrumente.

 

Praxisbeispiele: Begrüßungslied im Morgenkreis, Singspiele mit Bewegung im Stuhlkreis, Turnen- oder Rhythmik mit Musik, Figuren oder Situationen in einer Geschichte mit Instrumenten darstellen (Klanggeschichte)    


Religion
Der Beitrag, den ethische und religiöse Bildung und Erziehung bei der kindlichen Entwicklung leisten kann, besteht in der Stärkung eines grundlegenden Sinn- und Wertesystems. Religion bietet Orientierungshilfen um sich in einer komplexen, bestaunenswerten, manchmal auch bedrohlichen Welt zurecht zu finden.
Unser Kindergarten ist keine kirchliche Einrichtung. Wir sehen uns aber trotzdem als Teil der örtlichen Kirchengemeinde. Die christlichen Feste im Kirchenjahr geben uns und den Kindern eine Orientierung im Jahreskreis und sind somit fester Bestandteil unserer Arbeit.
Bei passender Gelegenheit erfahren die Kinder auch etwas über andere Religionen und den dazugehörigen Gebräuchen.

Praxisbeispiele: Beten vor dem gemeinsamen Essen, Erzählen von biblischen Geschichten im Zusammenhang mit St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern. Besuch der Kirche in der Erntedankzeit, Gestaltung eines Abschlussgottesdienstes.

 

 

 

 




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