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Gemeinde Karlskron  |  E-Mail: gemeinde@karlskron.de  |  Online: http://www.karlskron.de

Satzungen für die öffentliche Entwässerungseinrichtung gültig ab dem 01.07.2020

Gemeindewappen_II

Hier finden Sie die neue Entwässerungssatzung und die Beitrags- und Gebührensatzung (gültig ab dem 01.07.2020) als Download.

 

 

 

 

Information für alle Bürger

Beiträge und Gebühren für die Entwässerungseinrichtung

ab 01.07.2020

 

 

 

Der Gemeinderat hat zum 01.07.2020 die Zusammenlegung der beiden bisher getrennten Einrichtungseinheiten für das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Karlskron und der Gemeindeteile Adelshausen, Aschelsried, Pobenhausen und Probfeld beschlossen.

 

Da die wasserrechtliche Erlaubnis für die Kläranlage Pobenhausen zum 31.12.2023 und für die Kläranlage Adelshausen zum 31.12.2020 ausläuft und die Kläranlage Karlskron kurzfristig an die Kapazitätsgrenze stoßen wird, hat der Gemeinderat das Ing.-Büro Wipfler damit beauftragt ein Konzept zur zukünftigen Ausrichtung der Abwasserbeseitigung in der Gemeinde zu erstellen. Dabei wurden verschiedene Varianten vom Neubau von Kläranlagen in allen Ortsteilen bis zur Errichtung einer Zentralkläranlage und Verbundleitungen aus den Ortsteilen untersucht.

Der Gemeinderat hat sich nach Auswertung der Alternativen für die wirtschaftlich sinnvollste Variante, der Auflassung der Teichkläranlagen in den Ortsteilen mit Überleitung der Abwässer zur Kläranlage Karlskron und der Erneuerung und Erweiterung der Kläranlage Karlskron entschieden. Diese Variante wurde auch vom Ingenieurbüro Wipfler und dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt favorisiert.

Mit dieser Maßnahme, mit der im Herbst diesen Jahres begonnen und die im Jahr 2023 abgeschlossen werden soll, wird aus den bisher technisch selbständigen Anlagen eine technische Anlage. Dies führt dazu, dass die beiden bisher rechtlich getrennten Anlagen Karlskron und Adelshausen, Aschelsried, Pobenhausen und Probfeld auch rechtlich spätestens mit dem technischen Abschluss der Maßnahme zu einer gemeinsamen Einrichtungseinheit zusammengeführt werden müssen. Der Gemeinderat hat entschieden, die beiden Einrichtungseinheiten bereits zum 01.07.2020 zusammenzuführen, was eine gemeinsame Entwässerungssatzung und Beitrags- und Gebührensatzung zur Folge hat. Ab 01.07.2020 gelten daher im gesamten Gemeindegebiet die gleichen Beitrags- und Gebührensätze.

 

 

  1. Herstellungsbeiträge                                                                                                            

 

Die Herstellungsbeiträge dienen zur Deckung des Investitionsaufwandes für die Herstellung der gesamten Entwässerungseinrichtung, d.h. für den Bau der Kanäle, der Grundstücksanschlüsse (im öffentlichen Bereich), der Pumpstationen und der Kläranlage.

Diese gesamten Investitionskosten werden zusammen mit den geschätzten Investitionskosten, die in einem überschaubaren künftigen Zeitraum noch anfallen (z.B. Kosten für Erschließung neuer Baugebiete), im Rahmen einer sog. "Globalberechnung" auf die vorhandenen Grundstücksflächen und Geschossflächen sowie den künftigen Flächen verteilt. Hierdurch werden die Beitragssätze je m² Grundstücks- bzw. Geschossfläche ermittelt, die dann in der Beitrags- und Gebührensatzung (BGS-EWS) festgelegt werden. Beitragsschuldner ist, wer Eigentümer oder Erbbauberechtigter des Grundstücks ist.

 

Der Herstellungsbeitrag ist für die Möglichkeit der Nutzung der öffentlichen Entwässerungsanlage zu entrichten, d.h. er wird auch dann fällig, wenn sie (noch) nicht tatsächlich benutzt wird.

 

Der Herstellungsbeitrag beträgt ab 01. Juli 2020

pro m² Grundstücksfläche               2,70 €

pro m² Geschossfläche                13,95 €.

 

Für Grundstücke, von denen kein Niederschlagswasser eingeleitet werden darf (Anschluss an Vakuumentwässerung), wird der Grundstücksflächenbeitrag nicht erhoben.

 

Bauliche Veränderungen sowie Änderungen am Grundstück können einen zusätzlichen Beitrag auslösen und sind der Gemeinde zeitnah anzuzeigen.

 

 

  1. Abwassergebühren                                                                                                               

 

Der Gemeinderat der Gemeinde Karlskron hat zum 01. Juli 2020 die Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen gesplitteten Abwassergebühren beschlossen. Mit der Einführung wird die bestehende, rechtlich nicht mehr zulässige Abwassergebühr nach dem Personenmaßstab abgeschafft. Zukünftig wird die Gebühr aufgeteilt in eine Schmutzwassergebühr und eine Niederschlagswassergebühr.

 

Die Abwassergebühr ist das Entgelt für die tatsächliche Inanspruchnahme der kommunalen Leistung der Abwasserbeseitigung. Mit ihr werden insbesondere die Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung der Entwässerungseinrichtung finanziert.

 

 

2.1. Schmutzwassergebühr

 

Die Schmutzwassergebühr ist unterteilt in eine Grundgebühr und eine verbrauchsabhängige Schmutzwassergebühr nach dem Frischwassermaßstab.

 

Die Grundgebühr wird nach dem Nenndurchfluss der verwendeten Wasserzähler berechnet.

Die Grundgebühr beträgt bei der Verwendung von Wasserzählern mit Nenndurchfluss

bis     2,5 m³/h               40,00 €/Jahr,

bis     6    m³/h               90,00 €/Jahr,

bis     10    m³/h               150,00 €/Jahr,

über  10    m³/h               250,00 €/Jahr.

 

Die verbrauchsabhängige Schmutzwassergebühr wird nach der Menge der Abwässer berechnet, die von einem angeschlossenen Grundstück in die öffentliche Entwässerungseinrichtung eingeleitet werden. Als Abwassermenge gelten die dem Grundstück aus der Wasserversorgungsanlage zugeführten Wassermenge, welche durch Wasserzähler ermittelt werden. Als Wasserversorgungsanlage gilt nicht nur die öffentliche Wasserversorgungsanlage, sondern ggf. auch auf dem Grundstück vorhandene Eigengewinnungsanlagen (z. B. Brunnen oder Zisternen usw.).

 

Nachweislich auf dem Grundstück verbrauchte oder zurückgehaltene Wassermengen können unter bestimmten Voraussetzungen durch den Einbau eines Zwischenzählers vom Wasserverbrauch abgezogen werden:

 

Die Schmutzwassergebühr beträgt 2,08 € pro Kubikmeter und Jahr.

 

Diese Gebühren errechnen sich aufgrund der Kosten der Abwasserbeseitigung (Anteil Schmutzwasserbeseitigung) und der voraussichtlichen kanalgebührenpflichtigen Einleitungsmenge. Die zugrunde liegende Kalkulation gilt für den Zeitraum 01.07.2020 bis 30.06.2023.

 

 

Was ist beim Einbau eines Zwischenzählers zu beachten?

Durch den Einbau eines Zwischenzählers kann der Nachweis für auf dem Grundstück verbrauchte oder zurückgehaltene Wassermengen erbracht werden. Voraussetzungen für den Abzug der Wassermengen sind:

 

  1. Zunächst muss in die Wasserleitung ein auf eigene Kosten zu beziehender geeichter Wasserzähler frostsicher und fest verbaut werden. Der Zähler ist so zu installieren, dass nach dem Zähler entnommenes Wasser nicht in die Kanalisation eingeleitet wird. Die Kosten für den Einbau und die Unterhaltung trägt der Grundstückseigentümer. Der Zähler ist alle sechs Jahre auf Kosten des Gebührenpflichtigen nachzueichen bzw. auszutauschen. Bei Zählerwechsel sind Zählerstand und Wechselzeitpunkt zwingend festzuhalten.
  2. Der Zwischenzählerverbrauch wird nicht vollständig vom Frischwasserverbrauch abgezogen. Nur der Verbrauch der jährlich 12 m³ übersteigt wird bei der Berechnung der Schmutzwassergebühr in Abzug gebracht. Die ersten 12 m³ des Verbrauchs sind damit gebührenpflichtig.
  3. Der Einbau eines Zwischenzählers muss bei der Gemeinde Karlskron angezeigt werden. Nach dem Einbau ist eine Abnahme durch die von der Gemeinde beauftragen Mitarbeiter erforderlich. Erst danach kann der abzugsfähige Wasserverbrauch berücksichtigt werden.
  4. Der Gebührenpflichtige erhält jährlich ein Anschreiben mit der Bitte um Meldung des Zählerstandes. Die Zählerablesung hat durch den Gebührenpflichtigen selbst zu erfolgen. Sollte eine Jahresmeldung fehlen, kann keine Berücksichtigung für zwei oder mehrere Jahre erfolgen.

 

Für den Abzug über den Zwischenzähler kommt der Wasserverbrauch beispielsweise für die Gartenbewässerung, für Teiche, für gewerbliche Nutzung und die landwirtschaftliche Nutzung zur Viehtränke, Schwemmentmistung oder für Spritzwasser in Frage. Poolwasser ist vom Abzug ausgeschlossen und darf nicht über den Zwischenzähler entnommen werden. Bei Poolwasser handelt es sich um Schmutzwasser, dass verpflichtend über die öffentliche Kanalisation zu entsorgen ist. Eine Versickerung des Poolwassers ist nicht zulässig.

 

 

Was ist bei Eigengewinnungsanlagen (z.B. Regenwasserzisternen, Brunnen) zu beachten?

Die Höhe der Abwassergebühren wird nach der Menge der Abwässer berechnet, die der Entwässerungseinrichtung von dem angeschlossenen Grundstück zugeführt wird. Als Abwassermenge gelten die dem Grundstück aus der öffentlichen Wasserversorgungsanlage und aus der Eigengewinnungsanlage (z. B. Regenwasserzisterne, Brunnen) zugeführten Wassermengen

(§ 10 Abs. 2 BGS-EWS).

Wenn Sie Ihre Regenwassergewinnungsanlage beispielsweise zur Toilettenspülung verwenden, wird damit dieses Wasser zu Abwasser. Dies bedeutet, dass hierfür Einleitungsgebühren zu entrichten sind. Das zur Toilettenspülung oder zum Wäschewaschen verwendete Regenwasser kann der Gebührenpflichtige mittels geeichter Wasserzähler erfassen. Voraussetzung ist, dass der Gemeinde die Anbringung von Messeinrichtungen vorher mitgeteilt wird. Sind die Zähler überprüft und abgenommen, müssen Sie uns nur noch jährlich die Zählerstände mitteilen, schon erfolgt die jährliche Berechnung der Benutzungsgebühren für die Regenwassereigengewinnungsanlage nach dem Ergebnis der Zwischenzähler von Amts wegen. Die Kosten für die Zähler einschl. Installation und Unterhaltung hat jeder Grundstückseigentümer selbst zu tragen.

Sollte auf die Anbringung von zusätzlichen Zählern verzichtet werden, sieht § 10 Abs. 2 der BGS-EWS eine Pauschalregelungvor. Als dem Grundstück aus der Eigengewinnungsanlage zugeführte Wassermenge sind pauschal 15 m³ pro Jahr und Einwohner anzusetzen. Maßgebend hierfür sind die Verhältnisse am 01. Juli eines Jahres. Dies bedeutet, dass in diesen Fällen Ihr Anwesen so gestellt wird, als ob aus der Regenwassergewinnungsanlage 15 m³ pro Person der Kanalisation zugeführt werden, wofür dann zusätzlich zum Wasserverbrauch lt. Wasserzähler Kanalgebühren zu entrichten sind.

 

Beispiel:

Anwesen mit 4 Personen und Regenwasserzisterne mit Einspeisung in Toilettenspülung (ohne Zähler)

Wasserverbrauch auf dem Grundstück lt. Wasserzähler:         115 m³

Gebührenpflichtige Wassermenge                                                115 m³

+ Einspeisung aus Zisterne: 4 Personen x 15 m³ =                     60 m³

Gesamt gebührenpflichtige Abwassermenge                             175 m³

 

(Anmerkung zu Eigengewinnungsanlagen:

Nach § 3 AVBWasserV muss der Wasserversorger über die Errichtung einer Eigengewinnungsanlage in Kenntnis gesetzt werden. Nach der Trinkwasserverordnung ist außerdem bei Inbetriebnahme, Stilllegung oder baulichen Veränderungen einer Eigengewinnungsanlage eine Mitteilung an das zuständige Gesundheitsamt zu richten.)

 

 

2.2. Niederschlagswassergebühr

 

Die Niederschlagswassergebühr wird für die Entwässerung des Regenwassers von versiegelten Flächen erhoben. Sie bemisst sich nach der befestigten und an die öffentliche Entwässerungseinrichtung angeschlossenen Fläche auf dem jeweiligen Grundstück.

Für Grundstücke, von denen kein Niederschlagswasser eingeleitet werden darf (Anschlussnehmer an Vakuumentwässerung), wird keine Niederschlagswassergebühr erhoben.

 

Die tatsächlich gebührenpflichtige Fläche für die Niederschlagswassergebühr ergibt sich, wenn die Grundstücksfläche mit dem für das Grundstück geltenden mittleren Grundstücksabflussbeiwert multipliziert wird. Der mittlere Grundstücksabflussbeiwert ergibt sich aus der Stufe, in die das Grundstück eingeteilt ist. Die für das jeweilige Grundstück maßgebliche Stufe wird ermittelt, indem die tatsächlich befestigte Fläche ins Verhältnis zur Gesamtfläche des Grundstücks gesetzt wird (Grundstücksabflussbeiwert).

 

Stufe

mittlerer Grundstücks- abflussbeiwert

Grundstücks- abflussbeiwert von - bis

Charakteristik der Bebauung und Befestigung, Beispiele

0

Einzelveranlagung bei einem Grundstücksabflussbeiwert von kleiner oder gleich 0,10

I

0,14

> 0,10 bis 0,18

minimal: Ortsränder mit sehr lockerer Bebauung

II

0,24

> 0,18 bis 0,30

gering: Dorfgebiete, lockere Bebauung

III

0,38

> 0,30 bis 0,46

normal: Baugebiete

IV

0,58

> 0,46 bis 0,70

hoch: innerörtliches Gebiet; verdichtete Bebauung

V

0,85

> 0,70 bis 1,00

sehr hoch: Ortskern, Gewerbegebiete

 

Als befestigt gilt jeder Teil eines Grundstücks, dessen Oberfläche so beschaffen ist, dass das Regenwasser vom Boden nicht oder nur unwesentlich aufgenommen werden kann.

Es sind nur Flächen relevant, von denen das Niederschlagswasser direkt oder indirekt der öffentlichen Abwasseranlage zugeleitet wird. Die indirekte Einleitung liegt z. B. vor, wenn das Niederschlagswasser vom Grundstück auf die Straße und dort in den Straßensinkkasten gelangt.

 

Die Niederschlagswassergebühr beträgt 0,16 € pro Quadratmeter pro Jahr.

 

Dieser Betrag errechnet sich aufgrund der Kosten der Abwasserbeseitigung (Anteil Niederschlagswasser) und der voraussichtlichen gebührenpflichtigen Flächen. Die diesem Betrag zugrunde liegende Kalkulation gilt für den Zeitraum 01.07.2020 bis 30.06.2023.

 

Änderungen der befestigten und an die öffentliche Entwässerungseinrichtung angeschlossenen Fläche sind vom Gebührenpflichtigen bei der Gemeinde zu melden.

 

 

Was ist bei Versickerungsanlagen zu beachten?

Grundstücksflächen von denen das Niederschlagswasser in Versickerungsanlagen (z.B. Sickermulden, Sickerschächte) abgeleitet wird, bleiben bei der Ermittlung der Niederschlagswassergebühr unberücksichtigt. Das Niederschlagswasser ist dauerhaft in diese Anlage einzuleiten.

Eine Versickerung ist nur möglich, wenn es die Bodenverhältnisse und der Grundwasserstand zulassen und die Gebäude und Nachbarn dadurch nicht beeinträchtigt werden. Eine schädliche Verunreinigung des Grundwassers muss ausgeschlossen sein.

Die Verordnung über die erlaubnisfreie schadlose Versickerung von gesammeltem Niederschlagswasser (NWFreiV) und die technischen Regeln zum schadlosen Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in das Grundwasser (TRENGW) sind einzuhalten.

 

 

 

Was ist bei Regenwasserzisternen zu beachten?

Zisternen speichern einen Teil des Niederschlagswassers zum eigenen Verbrauch im Garten oder gar als Brauchwasser (Toiletten, Waschmaschinen). Dies hat auch positive Auswirkungen auf das gesamte Kanalnetz und die Kläranlage. Die gebührenpflichtige Fläche wird daher wie folgt verringert:

 

Zisternen ohne Überlauf, d. h. ohne Kanalanschluss

Flächen, die an eine Zisterne ohne Überlauf an den gemeindlichen Kanal angeschlossen sind, bleiben bei der Ermittlung der gebührenrelevanten versiegelten Fläche unberücksichtigt. Angerechnet werden Zisternen ab einem Volumen von 3 m³.

 

Zisternen mit Überlauf an den gemeindlichen Kanal, d. h. mit Kanalanschluss

Flächen, die an eine Zisterne mit Überlauf angeschlossen sind, sind gebührenrelevant. Die an die Zisterne angeschlossene bebaute oder befestigte Fläche wird allerdings reduziert. Die Reduzierung beträgt bei Zisternen, in denen das gesammelte Wasser auch als Brauchwasser im Haus genutzt wird 20 m² pro m³ Zisternenvolumen. Bei Zisternen in denen das gesammelte Wasser ausschließlich zur Gartenbewässerung genutzt wird, verringert sich die gebührenpflichtige Fläche um 10 m² pro m³ Zisternenvolumen. Angerechnet werden Zisternen ab einem Volumen von 3 m². Der Abzug ist beschränkt auf 10 m³ Zisternenvolumen. Diese Abzugsfläche darf jedoch die an die Zisterne angeschlossene Fläche nicht übersteigen.

 

Beispiel:

Zisterne zur Gartenbewässerung mit einem Inhalt von 5,0 cbm mit Überlauf an den gemeindlichen Kanal;

angeschlossene Fläche 40 m²:

Abzugsfläche: 5,0 x 10 qm = 50 m², beschränkt auf angeschlossene Fläche

Das bedeutet hier, dass die versiegelte Fläche um 40 m² reduziert wird.

 

 

2.3. Wer schuldet die Abwassergebühr?

Die Gebührenschuld entsteht mit jeder Einleitung von Abwasser in die öffentliche Entwässerungseinrichtung. Gebührenschuldner ist, wer im Zeitpunkt des Entstehens der Gebührenschuld Eigentümer des Grundstücks oder ähnlich zur Nutzung des Grundstücks dinglich berechtigt ist (z. B. Nießbraucher, Inhaber eines Wohnungsrechts, Erbbauberechtigte). Gebührenschuldner ist auch der Inhaber eines auf dem Grundstück befindlichen Betriebs. Ferner sind Gebührenschuldner Mieter und Pächter, die zur Nutzung des Grundstücks berechtigt sind. Mehrere Gebührenschuldner sind Gesamtschuldner. Gibt es bei einem Grundstück mehrere Gebührenschuldner, richten wir den Gebührenbescheid immer an einen Eigentümer / Miteigentümer. Sofern sich bei einer Eigentümergemeinschaft diese auf einen bestimmten Miteigentümer einigt und uns benennt, werden wir diesen als Gesamtschuldner heranziehen.

 

 

2.4. Abrechnung, Fälligkeit, Vorauszahlung

Die erste Vorauszahlung nach dem neuen Gebührenmaßstab wird zum 15.11.2020 fällig. Die Festsetzung der Vorauszahlungen für den Abrechnungszeitraum 2020/2021 erfolgt nicht wie in den Folgejahren mit der Jahresabrechnung, sondern über einen eigenen Bescheid, den sie etwa Anfang Oktober erhalten werden.

 

Schmutzwassergebühr

Die Schmutzwassergebühr wird jährlich abgerechnet. Da wir die maßgeblichen Verbrauchsdaten vom Zweckverband für Wasserversorgung der Arnbachgruppe erhalten, sind die Einleitungsmenge und der Abrechnungszeitraum identisch mit den Angaben in dem Bescheid, den Sie vom Wasserversorgungsträger für die Abrechnung der Wasserverbrauchsgebühren erhalten. Abrechnungszeitraum ist der 01.07. bis 30.06. des Folgejahres.

Die Abwassergebühr wird einen Monat nach Zustellung des Gebührenbescheides fällig. Auf die Gebührenschuld sind insgesamt drei Vorauszahlungen in Höhe eines Viertels des Jahresverbrauchs des Vorjahres zu leisten. Die Raten werden im Bescheid über die Jahresrechnung angegeben. Die Vorauszahlungen sind zum 15.11., 15.02. und 15.05. zu entrichten.

 

Niederschlagswassergebühr

Die Niederschlagswassergebühr wird jährlich abgerechnet. Maßgeblich sind die Verhältnisse zum 01. Juli eines Jahres. Flächenänderungen sind unaufgefordert nach Abschluss der Maßnahme anzuzeigen.

Abrechnungszeitraum ist der 01.07. bis 30.06. des Folgejahres.

Die Niederschlagswassergebühr wird einen Monat nach Zustellung des Gebührenbescheides fällig. Auf die Gebührenschuld sind insgesamt drei Vorauszahlungen in Höhe eines Viertels der Vorjahresgebühr zu leisten. Die Raten werden im Bescheid über die Jahresrechnung angegeben. Die Vorauszahlungen sind zum 15.11., 15.02. und 15.05. zu entrichten.

 

 

2.5. Gebühreneinzug - ein Vorteil für alle!

Ein großer Teil der Bürger lässt die erhobenen Gebühren von ihrem Konto einziehen. Dieses Verfahren ist für beide Seiten vorteilhaft. Bei uns entfällt ein erheblicher Verwaltungsaufwand und Sie sparen sich die Überweisung und können keine Zahlungsfristen übersehen. Damit geraten Sie nie in Gefahr, mit Mahngebühren und Säumniszuschlägen belastet zu werden.

Haben Sie bisher Ihre Abwassergebühren noch überwiesen oder sind Sie Neukunde, bitten wir Sie, uns ein SEPA-Lastschriftmandat zu erteilen.

Sollten Sie einmal mit einer Kontobelastung nicht einverstanden sein, entsteht Ihnen dadurch kein Nachteil, denn Sie können ohne Angaben einer Begründung innerhalb von acht Wochen die Einziehung bei Ihrem Geldinstitut widerrufen.

Das entsprechende Formular „SEPA-Lastschriftmandat“ finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik – Rathaus und Politik – Verwaltung - Formulare – Steuern, Gebühren und Beiträge-. Auf Wunsch senden wir Ihnen das Formular auch zu. Das SEPA-Lastschriftmandat muss uns dann im Original vorgelegt werden.

 

 

2.6. Eigentumsänderungen

Wenn Sie in unserem Gemeindegebiet ein bebautes Grundstück erwerben oder veräußern, bitten wir Sie uns baldmöglichst darüber zu informieren und uns Name und Adresse des Verkäufers bzw. Käufers, das Datum des Besitzübergangs und den Stand des Wasserzählers an diesem Tage zu benennen.

Sie erhalten dann umgehend die Endabrechnung bzw. den erstmaligen Bescheid und ersparen uns aufwendige Nachermittlungen

 

 

3.    Verbesserungsbeitrag

 

Die Auflassung der Teichkläranlagen in den Gemeindeteilen mit Überleitung der Abwässer nach Karlskron und die Erneuerung/Erweiterung der Kläranlage Karlskron stellen eine Verbesserung für die gesamte Entwässerungseinrichtung dar. Daher wird die Gemeinde für diese Maßnahme Verbesserungsbeiträge von allen beitragspflichtigen Grundstückseigentümern erheben.

Die Höhe des Beitrags kann noch nicht ermittelt werden, da die genauen Investitionskosten, der Anteil der Verbesserung, die Höhe der Zuwendungen durch den Freistaat Bayern und der Straßenentwässerungsanteil, der durch die Gemeinde zu tragen ist, noch nicht bekannt sind.

Die Maßnahme wird im Herbst 2020 mit dem Bau der Verbundleitungen beginnen. Komplett abgeschlossen soll die Maßnahme im Jahr 2023 werden.

Es ist geplant, Vorauszahlungen auf den Verbesserungsbeitrag zu erheben. In den Jahren 2021, 2022 und 2023 würde dann jeweils eine Vorauszahlungsrate erhoben werden. Im Jahr 2024 soll dann der Verbesserungsbeitrag unter Anrechnung der Vorauszahlungen abgerechnet werden.

 

 

Aufgrund der aktuellen Situation können die geplanten

Informationsveranstaltungen zu dem Thema nicht stattfinden.

Bei Fragen können Sie sich aber gerne an die Gemeindeverwaltung wenden!

 

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